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13. März 2022: Neues aus dem Rathaus - März

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In diesen Tagen erreichen zahlreiche Geflüchtete unser Land und auch unsere Gemeinde. Viele von ihnen waren vom Krieg genau so überrascht wie wir.

Sie mussten in nur wenigen Augenblicken entscheiden, was sie mitnehmen wollen und können. Dazu gehören vielleicht Ausweisdokumente, ein Kuscheltier oder andere persönliche Gegenstände. Die meisten sind mit dem Auto oder zum Zug zu uns geflohen.

Sie erreichen unsere Gemeinde nur wenige Wochen nach ihrem Aufbruch. Die Erinnerungen an das Erlebte sind noch ganz frisch. Die Bilder von zerstörten Gebäuden, das ständige Aufheulen von Sirenen oder der Schmerz an den Abschied von Familienangehörigen, die zurückbleiben – alle diese Erlebnisse müssen noch verarbeitet werden. Uns als Kommune stellt das vor große Herausforderungen: Insbesondere Frauen und Kinder erreichen uns, da die Männer vor Ort bleiben wollen oder müssen. Viele von ihnen haben bereits eine Unterkunft bei Privaten gefunden, dafür stellen sich andere drängende Fragen. Wie können Sprachlernkurse organisiert werden? Was geschieht, wenn die Geflüchteten einen Arzt aufsuchen wollen? Und wie gehen wir mit den meist bei uns nicht anerkannten oder gar nicht vorhandenen Impfungen um?

Die Mitarbeiter*innen der Gemeindeverwaltung arbeiten täglich an der Lösung dieser Fragen, um den Menschen, die zu uns kommen, eine Perspektive zu bieten. Die Lage der Geflüchteten geht dabei vielen Kolleg*innen sehr nah und beschäftigt sie über den Arbeitstag hinaus. Motivierend wirkt dabei die große Hilfsbereitschaft der Wennigser*innen. Viele haben Geflüchtete bei sich Zuhause aufgenommen und helfen ihnen sich im Alltag zurechtzufinden. Aber auch darüber hinaus gibt es eine große Hilfs- und Spendenbereitschaft. Hier stehen wir in enger Abstimmung mit der Stadt Barsinghausen, die durch ihre Partnerstadt Kovel einen guten direkten Kontakt zu den Menschen in der Ukraine hat. Neben einer Vielzahl von Geldspenden, gibt es aber auch ein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement. So sind durch den herausragenden persönlichen Einsatz von Wennigser Bürger*innen schon viele dringend benötigte Hilfsgüter zu den unter dem Krieg leidenden Menschen gelangt.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Geschehene lässt uns alle nicht kalt, auch wenn man die Bilder „nur“ im Fernsehen sieht. Wir können uns aber glücklich schätzen hier in unserer Gemeinde eine große Gemeinschaft von Menschen zu haben, die sich einsetzen, die sich engagieren und die Hilfe leisten, wenn es notwendig ist.

Bleiben Sie zuversichtlich!

Ihr Bürgermeister
Ingo Klokemann

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